Beschenken auf Minimalistisch …

Geschenke-Stress an Weihnachten?

Wie wäre es einmal, etwas minimalistischer an den Gedanken des Schenkens heranzutreten?

Wer kennt das nicht? Bis zuletzt wird gewartet, dann geht das Gerenne los? Es wird gekauft ohne Ende, ohne darüber nachzudenken, was wirklich gebraucht wird oder Verwendung findet. Es gibt Personen, bei denen fällt einem einfach kein passendes Geschenk ein, oder?

Im Endeffekt verschwenden wir unsere ganze  Energie und begeben uns somit in den Stress pur, was dann schlimmstenfalls am Heiligen Abend so endet, dass wir mit einer Erkältung im Bett liegen. Wem ist das schon mal passiert? Denn nach dem ganzen Rummel, fällt der Stresspegel ab und der Körper lässt mal den ganzen Ballast los.

Auch Kindern möchte jeder Elternteil gern entsprechen und jeden Wunsch von den Augen ablesen. Getrimmt von den Medien und im Sog des Konsumwahns, kann man dem aber doch gar nicht mehr gerecht werden und der Sinn, der hinter Weihnachten steht, geht dabei ganz und gar flöten. Ich kann mir vorstellen, dass Elternsein in der heutigen Zeit, gerade an Weihnachten, kein Zuckerschlecken ist. Nur, wir können uns entscheiden, welchen Weg wir unserem Kind ebenen, was es lernen soll, weitertragen soll. Es geht auch nicht darum, dem Kind absolut gar nichts zu schenken, sondern nicht mit überteuerten Gütern die Liebe ersetzen zu wollen. Letztendlich wird das Kind als Erwachsener diese Sehnsucht noch mit sich im Herzen tragen, denn Liebe kann durch nichts ersetzt werden.

Aber Weihnachten geht doch auch anders.

Feiert doch einmal ganz und gar anders. Ohne Stress ohne Druck und MUSS. Auch hier ist es wieder wichtig, Achtsamkeit zu üben, sich nicht selbst zu verlieren und sich für ein klares „Nein“ zu entscheiden, was wiederum ein Ja zu dir selbst sein wird und du wirst sehen, wie friedvoll die Weihnachtstage sein könnten

Es ist Zeit, aus dem Geschenkekarrussel auszusteigen.

Geht es an Weihnachten um das Geschenk oder die Menschen? Ich sage eindeutig Menschen und die Liebe, Weihnachten ist das Fest der Liebe, so heißt es immer noch, nicht der Liebe zum Konsum und der Wirtschaft. Ein Fest der Familie (was oder wer immer Familie für dich ist).

Daher meine Empfehlungen:

1. Schenke deinen Liebsten Zeit

Ein Besuch bei deinen Eltern, Großeltern ist vielmehr wert, als eine Amazon-Sendung mit einem hochpreisigem Hightech-Geschenk.
Sei präsent, mit Haut und Haaren. Verschenke zum Beispiel Gutscheine für das nächste Jahr, Unternehmungen, die du mit den jeweiligen Personen planst, Ausflüge in den Wald oder einen Tag am Strand. Schon allein die Vorstellung ist doch Entspannung pur oder?

2. Schenke nur das, was auch wirklich Verwendung findet.

Kommunikation ist alles. Entweder ich frage die jeweilige Person, was sie sich wünscht direkt und kommunziere meinen Wunsch oder ich sage klipp und klar NEIN, ich möchte keine Geschenke und stehe dazu. Ich spekuliere auch nicht mit Erwartungen oder stelle Erwartungen an andere dadurch und schon ist der Stress verbannt. Wir verschenken Sachen, die kein Mensch jemals benötigt, nur um ein Geschenk zu verschenken. Wahnsinn oder?

3. Verschenke selbst Gebasteltes oder selbst Erfundenes

Welch eine Mühe und Gedanken eine Person sich dabei macht, ist so liebevoll und wertvoll, wertvoller als ein One-Klick-Buy je sein wird. Ich zum Beispiel probiere ja viele Rezepte aus, vegane, wurde auch schon des Öfteren darauf angesprochen. Daher ist doch mein spontaner Gedanke, der jeweiligen Person ein kleines Rezeptbuch zusammenzustellen.

Ein Einweckglas mit selbstgeschriebenen Gedanken, positiven Momenten, die du mit einer Person erlebt hast, kannst du für jeden Tag des Jahres sammeln und füllen. Dein Gegenüber hat so nun die Gelegenheit, täglich Inspiration, Erinnerungen und Liebe durch dich zu erhalten.

4. Setze dir keinen Druck mit dem Weihnachtsessen

Nichts muss perfekt sein. Lade deine Liebsten doch alle zu dir ein und kocht gemeinsam. Auch innerhalb deines kleinen Familienkreises kann delegiert werden. Sei Manager, outsource! Nicht alles muss an dir hängen bleiben und vor allem biete deine Hilfe an und besser noch, nimm Hilfe an. Oft wollen wir es perfekt machen, alles im Griff haben.

Sag deiner Perfektion bye bye…

Du musst nicht perfekt sein und auch hier erlebst du ein Gefühl der Gemeinsamkeit und Entschleunigung beginnt automatisch.

5. Mach es ganz anders

Wie oft höre ich in meiner Familie ein Raunen durch die Reihen gehen. Also nächstes Jahr, dann….

Ja dann los. Nur weil immer alle bei Heinz Herrmann feiern waren, muss es doch nicht immer so sein. Hast du die Nase voll und willst mit Kind und Kegel einfach mal davon sausen, tue es. Verreise, wenn dir danach ist.

Folge deiner Intuition und nicht deiner Verpflichtung, die du dir eigentlich nur selbst auferlegt hast.

Vielleicht mag es im ersten Moment einigen etwas befremdlich vorkommen, aber hey, im Sommer kräht kein Hahn mehr danach und im nächsten Jahr haben sich schon alle wieder dran gewöhnt.

Also, versucht es einmal,

alles Liebe, eure Vego

1 Comment

  • Gute Denkanstöße und vor allem die selbstliebe in dieser Zeit nicht vergessen. Genau so sehe ich das auch…nichts muss perfekt sein .Dann ist auch schon alles für alle viel entspannter.
    Ums Schenken bei Kindern kommt man kaum drum herum😉denn das finden sie besonders spannend…
    LG

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