Allerheiligen – Zeit des Abschieds & Anfangs …

 

Abschied und Neubeginn

 

Der Herbst kriecht immer mehr durch unsere Wälder und legt sich mit dichtem Nebel über die Felder.

  • Es ist die Zeit des Rückzugs
  • und die Zeit des Sterbens,
  • die Zeit des Loslassens
  • und die Zeit des Abschiednehmens.

Bei den Kelten ist das Jahr nun zu Ende. Die Sonne zieht in die Unterwelt.

Wir leben im Zeichen des Skorpions.

Wie man schon schön erkennen kann, fährt der letzte Pfeil des Zeichens direkt in die Erde.

Die drei Pfeiler stehen für Geist, Körper & Seele. Der rechte ebnet sich seinen Weg in die Unterwelt, dort wird er aber nicht sterben, denn der Pfeil (die Seele) wird wieder nach oben fahren, bereit um Neues zu erschaffen und zu leben. Also niemals bedeutet der Tod, das Sterben – das Ende, sondern ein Verweilen, ein Auftanken in der Anderswelt um kraftvoll im neuen Jahr zu erwachen.

Vom 31. Oktober (All Hallows Eve) bis zum 1. November (Allerheiligen) feierten die Kelten dieses Totenfest.

Es soll an die Verstorbenen erinnern, sie ehren und würdigen. Themen wie Geburt, Abschied und  Neubeginn stehen im Vordergrund.

Ich möchte gar nicht so sehr auf den amerikanischen Brauch eingehen, da dieser doch etwas das spirituell Heilsame dieses Festes entehrt. Das heißt nicht, dass ich es ablehne, wenn die Kinder Spaß daran haben, von Tür zu Tür nach Süßem zu jagen. Vielmehr möchte ich erinnern, welche wirkliche Bedeutung hinter diesem doch so wichtigen Tag steckt. Er ist nämlich schon weit aus unseren Herzen verschwunden, gar nicht mehr sichtbar.


Allerheiligen bedeutet auch Samhain, was sich von sam-fuin ableitet und „Sommer-Ende“ bedeutet.

 

Samhain ist die Nacht der Hexen, Geister, Feen, Elfen und Kobolde. Gräber sind verlassen und es spukt hier und da, so heißt der keltische Brauch. Denn an keinem anderen Tag wie diesem steht die Schwelle zur anderen Seite, der Totenwelt, offen – der Schleier hebt sich.

In dieser Nacht sollten keine Türen verschlossen bleiben, denn so werden unsere Ahnen durch unsere Gastfreundschaft willkommen geheißen und geehrt. Es werden zusätzlich Gedecke an den Tischen errichtet und Kerzen entzündet. Räucherritulale als Huldigung und Seelenverbindung werden vollzogen.  Kräht der erste Hahn am Morgen des 01. Novembers, ist dies das Zeichen für die Geister, ins Reich der Unterwelt zurückzukehren.

Dies ist der alte wahrhafte Brauch des Festes, was  mich ehrlich gesagt, sehr berührt und was eine tief bewegende Zeit ist, denn auch für uns Erdenkinder ist es eine intensive Nacht.

Es tauchen Fragen meines innersten Kerns auf.

  • Welche Schatten verfolgen mich?
  • Welche Klärung habe ich noch mit eventuell schon Verstorbenen?
  • Welche Lasten trage ich und welche möchte ich gern zurückgeben?
  • Welche Ahnenkräfte sind bei mir?
  • Wer unterstützt mich, wessen Hilfe benötige ich noch?

All diese Fragen werden dir in dieser Nacht beantwortet.


Dies kannst du mit einem schönen Räucherritual vollziehen.

Welche Kräuter kannst du hier verwenden:

 

1. Engelwurz

  • hilft bei Hausreinigungen, wenn Verstorbene noch anwesend sind
  • bringt dich mit deiner Spiritualität in Verbindung
  • Lichtbringer in der Dunkelheit
  • stärkend

 

2. Eibe

  • hilft beim Loslassen
  • löst Trauer und Schmerz
  • stärkt die Verbindung zu den Ahnen
    (VORSICHT: Eibe ist in hohen Mengen giftig, also sparsam verwenden, Fenster öffnen und vor Kinder und Tieren fern halten!)

 

3. Baldrian

  • treibt die bösen Geister aus
  • löst negative Gedankenmuster
  • schützt vor bösem Zauber
  • schenkt Vertrauen in die eigenen Intuition

 

4. Rosenblüten

  • öffnen das Herz und verbinden
  • schenkt inneren Frieden
  • beseitigt Ängste

 

Du kannst sie einzeln anwenden oder mischen, je nachdem welcher Duft dich anspricht. Sei kreativ, folge deiner Intuition,

 

Wenn wir bereit sind, uns mit unseren Ahnen zu verbinden und loszulassen, unsere Schatten akzeptieren  und auch einmal beleuchten, können wir Licht ins Dunkel bringen und so eine Ebene schaffen, die unsere Entwicklung in eine neue Qualität bringt und uns als unser ureigenstes Selbst wieder im nächsten Zyklus gebären lässt.

Herzensgrüße, Nancy

 

 

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