Tu was du liebst oder liebst du deinen Job?

Heute morgen habe ich schon einen Instagram Post dazu erstellt. Aber irgendwie lässt mich das Thema nicht so ganz los. Ich könnte hier endlos meine Gedanken äußern, werde mich aber begrenzt halten.

Um den Bezug zu Hashimoto zu finden, ist es wichtig zu verstehen, dass Hashimoto im homöopathischen und psychologischen Sinne eine Verbindung zur Selbstverwirklichung hat. Die Schilddrüse ist das Organ für den Ausspruch von Wünschen, tief Verborgenem und nun ja, solange wir einer Tätigkeit nachgehen, die uns nicht glücklich macht, die uns nicht das sein lässt, was wir in unserem tiefsten Inneren sind, kann es durchaus passieren, dass dies sich in unserer Schilddrüse widerspiegelt. Wir verbieten uns quasi, wir selbst zu sein. Leben nicht vollständig unser eigenes bestes Leben. Ist das nicht traurig?


Ich glaube, dass wirklich 90 % der Weltbevölkerung nicht ihr eigenes Leben lebt. Viele erzogen zu gesellschaftlichen Sklaven streben nach einem hohen Einkommen, ackern sich kaputt, meist noch für eine andere Person, Bosse großer Unternehmen, um vom Kuchen nur einen kleinen Krümel zu genießen. Dieser Krümel ist dann der 25 – 30 Tage Urlaub oder das Wochenende! Lohnt es sich dafür zu leben? Von Wochenende zu Wochenende zu hustlen?? Wie oft hören wir uns sagen: „Man, schon wieder Montag, kann die Woche nicht schon rum sein?“ Dabei sind die Tage dazwischen quantitativ viel mehr wert und rattern nur so runter in unserer Lebensuhr.

Finstere Gesichter überall wo man hinsieht

Wenn ich morgens in der U-Bahn zur Arbeit sitze, sehe ich in all die Gesichter und frage mich, warum in Herrgotts Namen schauen die denn alle so traurig drein, verbissen, finster, genervt. Ich weiß, es gibt Ausnahmen und Leute, die das lieben, was sie tun, aber größenteils? Nein! Und ich frage mich, wenn sie ihren Job lieben würden, dann könnte man doch schon morgens ganz andere Energien an seine Mitmenschen überbringen. Ein Lächeln, was so verzaubert, Freundlichkeit und einfach nur Dankbarkeit. Auf dem Rückweg ergeht es mir nicht anders. Ich steige in die Bahn und sehe …. finstere und geplagte Mienen. What? Wieso? Seid ihr denn nicht stolz auf euch? Das Tageswerk vollbracht zu haben, freudig, die Aufgaben gemeistert und den Feierabend genießen zu können? Freut ihr euch nicht auf eure Familien, auf eure Heimkehr auf die wohlverdiente Pause? Nein! Die meisten von uns können sich schon durch diesen stressigen Alltag nicht mal mehr auf ihre privaten Aktivitäten freuen, eilen nur schnell nach Haus vor den Fernseher um abzuschalten. Nicht mehr zu denken, nicht mehr eigenverantworlich zu handeln. Ist das die Vorstellung von einem erfüllten Leben?


Visionen und Träume wieder hervorrufen

Jeder von uns hat Träume, Visionen, Ziele, die wir hinten anstellen. Hinter all den Normen und Forderungen der Gesellschaft – aber müssen wir so leben und alles an uns vorbeiziehen lassen? Ich denke nein. Denn wie oft endet ein solcher Druck in einer psychischen Erkrankung, die Seele ist zerfressen, weil wir ihr keinen Raum geben, keine Luft zum Atmen, keinen Platz zur Entfaltung. Sie fühlt sich wie hinter Gittern, was schwerwiegendere Folgen haben kann. Es ist an der Zeit einmal mehr aufzustehen, in sich zu gehen, zu schauen, was sind meine Werte, wofür im Leben stehe ich, was sind meine Ziele und welche Aufgabe habe ich hier wohl auf der Erde? Alles im Leben hat seinen Sinn. Aber wir, nur wir allein, geben ihm den Sinn und nicht ein Staat oder Arbeitsmarkt, schuften bis zum 75. Lebensjahr. Keiner schert sich um euch und wir alle sind ersetzbar. Am Ende wirst du traurig sein, über die Chancen die uns unser Körper immer wieder gibt, Impulse, die aus unserem Inneren kommen und wir sie einfach nicht erkennen und wahrnehmen, einfach verpassen. Denn Leute ehrlich, habt ihr nicht oft die Gedanken, was ist, wenn….

 

ich das jetzt alles hinwerfe?

ich einfach kündige?

ich einfach mal Pause mache, mir eine Auszeit nehmen?

ich mich krank schreiben lasse, weil ich auch einfach wirklich krank bin?

 

Dann kommt die Angst. Die Angst ist heutzutage so weit verbreitet, Angst vor sozialem Abstieg und Verachtung der Mitmenschen, von außen. Du bist nichts wert ohne Job? Wer sagt denn sowas und wer sagt, dass du ohne Job bist, nur weil es nicht dem entspricht, was den Werten unseres Systems anhaftet?

Angst davor,

seinen Arbeitsplatz zu verlieren!

sozial schwächer gestellt zu sein!

alles zu verlieren!

 

Mein Job oder vielmehr ich habe es zugelassen, dass mein Job mich krank gemacht hat, ausgebrannt. Abhängig, unlebendig – innerlich tot. Ich konnte nicht mehr schlafen, habe Panikattacken gehabt, auch dies ist gerade bei Hashis Auslöser eines Schubs und kann sich negativ auf die Autoimmunreaktion auswirken. Stress! Krankheitsursache Nr. 1 heutzutage. Meine Jobgeschichte werde ich noch ausführlicher vorstellen.

Ich kann nur so viel sagen, wie ich es getan habe und glaubt mir, ich wende es sehr oft an. Es ist nicht immer einfach und es muss so oft wiederholt werden. Negative Glaubenssätze lassen sich nur durch stetige Übung transformieren.

Aber hier die einfachen Fragen, die du dir stellen kannst, wenn du eine Entscheidung im Job oder egal wo aus Angst in Frage stellst:

  • Wovor habe ich Angst? (Definiere diese Angst genau!)

  • Ist es wirklich so schlimm, wenn ich  … (z.B. kündige, den Chef anrufe, mich jetzt krank melde…)
    (ist dieser Gedanke wirklich wahr, den ich über diese Sache denke?)

  • Was kann mir denn im schlimmsten Fall passieren?

  • Werde ich wirklich keine Alternativen finden?

    Welche inneren Hürden habe ich ?

  • Ist mein Leben dann zu Ende?

    Muss ich sterben, wenn die Situation eintritt?

  • Weche Motivation oder Unterstützung brauche ich, um meine Angst in ein positives Vorhaben zu verwandeln, die Situation zu ändern.

 

Ich fragte mich immer, ob ich im schlimmsten Fall sterben werde, wenn ich mich nun einmal raus nehme aus allem  und die Arbeit eben mal ohne mich läuft und auch mal an meine Gesundheit denke. Alle möglichen Szenarien, die eintreten könnten, wenn ich dies tue, haben mich nie zu dem Punkt geführt, dass dadurch eine wirkliche Gefahr für mein Leben bestünde.


Ich habe an meine Visionen und Ziele gedacht und beschlossen, aufzustehen, für mich – für niemand anderen. Denn nur du gehst in deinen Schuhen, fühlst deine Gefühle und denkst deine Gedanken und wir alle haben dieses göttliche Licht in uns, dass uns führt und leitet und uns die Kraft gibt, nach vorn zu schauen. Nehmt euch einmal die Zeit in euch zu gehen und zu lauschen, wo euch eure innere Stimme hinführt. Welche Träume ihr habt, Vorstellungen vom Leben und macht euch einen Plan wie ihr ihn verwirklichen könntet. Träume sind toll, aber ihr müsst auch anfangen zu laufen, sie umzusetzen, auch wenn es nur kleine Schritte sind, auch wenn du vorerst nur planst – das ist schon ein Anfang. Die Zeit bleibt nicht stehen.

Lebt euer Leben selbstbestimmt und im Einklang eures Herzens.

Alles Liebe, Namasté
eure Vego

 

 

 

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